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Geldschöpfung ArtikelAls Geldschöpfung bezeichnet man den Prozess der Schaffung von Geld durch Kreditbeziehungen innerhalb des Bankensystems beziehungsweise zwischen Banken und sog. Nicht-Banken, das sind Unternehmen und Privatpersonen. Die nominale Geldmenge unterliegt dadurch ca. zu einem kleinen Teil dem unmittelbaren Einfluss der Zentralbank. Da diese allerdings an einer Kontrolle des Geldumlaufs interessiert ist, da zwischen Geldmenge und Inflation langfristig eine stabile Beziehung besteht, sucht sie auf die Geldschöpfung Einfluss zu nehmen.
Buch-Tipp: Banken, Brot und Bomben - Band 1 sehr gut geschrieben - regt zu dem Nachdenken . . . auf diese Buch gekommen bin ich übrigens durch Jan Van Helsing.
Er verweißt ja des öfteren auf diese Lektüre.
Vieles in diesem Buch mag wirklich stimmen,
manches wird wirklich stimmen,
manches auch nicht.
Das die "Reichen" die Welt regieren, war mir auch schon vorher bekannt.
Jedem den dieses... Der Geldschöpfungsprozess | |
Banken erhalten von ihren Kunden Einlagen, zu dem Beispiel in Form von Einzahlungen auf Sparbücher. Da der Sparer hierfür eine Verzinsung erwartet, sind die Banken wiederum daran interessiert, mit Hilfe der empfangenen Einlagen selbst Zinsen zu erwirtschaften. Dies gelingt ihnen, indem sie Kredite vergeben. Da diese Kredite für Käufe benutzt werden, erscheinen sie früher oder später in Form von Einzahlungen auf ein Bankkonto wieder als Einlage bei einer Bank. Damit verfügt diese erneut über Geld, um weitere Kredite vergeben zu können. Es bildet sich also eine Spirale von empfangenen Einlagen und vergebenen Krediten heraus, die sich rein theoretisch unbegrenzt weiterdrehem könnte. Eine natürliche Begrenzung dieser Spirale ergibt sich allerdings bereits dadurch, dass Banken in der Lage sein müssen, ihren Kunden Geld auszuzahlen zu können, wenn sie das wünschen. Folglich müssen sie eine Liquiditätsreserve halten, können also mit anderen Worten die Einlagen nicht in voller Höhe wieder als Kredit auszahlen.
Buch-Tipp: Banken, Brot und Bomben - Band 2 sehr gut geschrieben - regt zu dem Nachdenken . . . auf diese Buch gekommen bin ich übrigens durch Jan Van Helsing.
Er verweißt ja des öfteren auf diese Lektüre.
Vieles in diesem Buch mag wirklich stimmen,
manches wird wirklich stimmen,
manches auch nicht.
Das die "Reichen" die Welt regieren, war mir auch schon vorher bekannt.
Jedem den dieses... |
Einfluss der Notenbank auf die Geldschöpfung | |
Darüber hinaus versucht die Notenbank, in dem Interesse einer Beeinflussung der Geldmenge oder der Liquidität in der Wirtschaft Einfluss auf die Geldschöpfung zu nehmen. Dazu stehen ihr in dem Prinzip drei Mechanismen zur Verfügung:
- Sie verpflichtet die Banken, einen Teil ihrer Einlagen als Mindestreserve zinslos bei der Zentralbank zu hinterlegen. Erhöht sie die Mindestreserve, können die Banken weniger Kredite vergeben und umgekehrt. Derzeit ist diese Reserveverpflichtung in dem Euroraum auf unwirksame 2 Prozent abgesenkt und in der Schweiz gänzlich aufgehoben.
- Sie stellt den Banken in unterschiedlichem Umfang Bargeld (Zentralbankgeld) für die Kreditvergabe zur Verfügung. Dies geschieht mit Hilfe der Diskontpolitik beziehungsweise der Lombardpolitik, in deren Rahmen Banken Wechsel beziehungsweise Wertpapiere bei der Zentralbank verpfänden können, wodurch ihnen Geld zur Verfügung gestellt wird. Sind die dafür berechneten Zinsen (Diskontsatz beziehungsweise Lombardsatz) niedrig, werden die Banken viele Papiere verpfänden, damit viel Geld erhalten, und sie können so auch viele Kredite vergeben. Verteuert die Notenbank die Beschaffung von Geld, sinkt die Kreditvergabe entsprechend.
- Sie bietet die Banken Alternativen zur Kreditvergabe. Dies geschieht in dem Rahmen der Offenmarktpolitik, bei der die Zentralbank den Banken selbst Wertpapiere zu dem Kauf anbietet. Sind die Zinskonditionen der Zentralbank gut, werden die Banken Offenmarktpapiere kaufen anstatt Kredite zu vergeben und die Geldschöpfung wird kleiner.===Beispiel===
Eine Bank hat von ihren Kunden 100 Euro als Einlage erhalten. Davon führt sie den von der Zentralbank festgelegten Mindestreservesatz (hier angenommen 10%, tatsächlich heute ca. 2%) ab, so dass ihr 90 Euro übrig bleiben, die sie, um mit der Einlage einen Gewinn zu erwirtschaften, als Kredit an einen Kunden vergibt. Diese 90 Euro werden vom Kreditnehmer ausgegeben und landen wieder als Einlage auf einem anderen Bankkonto. Hiervon führt die Bank erneut 10 Prozent = 9 Euro als Mindestreserve ab und sie verleiht die verbleibenden 81 Euro als neuen Kredit. Der Kreditbetrag wird erneut verausgabt und wieder auf ein Konto als Einlage eingezahlt. Erneut fließen 10 Prozent = 8,10 Euro als Mindestreserve und es bleiben 72,90 Euro übrig, die wieder als Kredit vergeben werden u.s.w. Die Kreditspirale dreht sich stets weiter, die neu zu vergebenden Kredite werden aber stets kleiner. Wie stark sich die Geldmenge letztlich erhöht, gibt der Geldschöpfungs-Multiplikator an, der wiederum in dem hier gebildeten einfachen Beispiel allein von der Höhe des Mindestreservesatzes abhängt. Er beträgt 1/Mindestreserervesatz.
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